Beiträge

<strong>Neujahrsgruß vom Runden Tisch</strong>

Neujahrsgruß vom Runden Tisch

Wir wünschen allen unseren Freundinnen und Freunden, unseren Bündnispartnerinnen und -partnern und allen, mit denen wir 2025 zusammenarbeiten konnten, ebenso wie den Menschen in unserer Stadt Radevormwald ein frohes neues Jahr 2026. Das letzte Jahr war voller Herausforderungen – die meisten haben wir gut bewältigt. 

<strong>Postkarten für den Weihnachtsmarkt</strong>

Postkarten für den Weihnachtsmarkt

Leider können wir uns nicht direkt an dem Weihnachtsmarkt mit einem Stand beteiligen. Obwohl es hieß, dass der Weihnachtsmarkt allen Vereinen offen steht, wurde unsere Anmeldung zurück gewiesen – politisch begründet, denn “politische Informationsstände” seien grundsätzlich nicht erwünscht, um den “unpolitischen und festlichen Charakter” zu 

<strong> Stadtbild-Debatte: Runder Tisch steht zum Netzwerk gegen Rechts </strong>

Stadtbild-Debatte: Runder Tisch steht zum Netzwerk gegen Rechts

Die aktuelle Diskussion um die Äußerungen von Bundeskanzler Friedrich Merz hat bundesweit viele Menschen bewegt und besorgt. Seine Äußerungen werfen Fragen nach dem gesellschaftlichen Zusammenhalt und dem Umgang mit Vielfalt auf. Das Netzwerk gegen Rechts (NgR) hat sich ebenfalls zu den Aussagen von Merz im Speziellen und der Debatte im allgemeinen kritisch geäußert.
 
Wir stimmen der Einschätzung des NgR ausdrücklich zu: Die Äußerungen von Merz über ein angebliches “Problem im Stadtbild” im Kontext der Migration sind verallgemeinernd und wirken ausschließlich spaltend. Solche Debatten tragen nicht zu einer sachlichen Auseinandersetzung mit realen gesellschaftlichen Herausforderungen bei, sondern schüren Vorurteile, Ab- und Ausgrenzung. Wir kennen diese Argumentation aus unserer Gründungszeit in den Zweitausendern von Akteuren der „Neuen Rechten“, die über eine vermeintlich kulturell und religiös begründete Kritik rassistische Vorurteile in die Gesellschaft tragen wollten. Es ist höchst beunruhigend, dass diese Argumente nun fast wortgleich von dem Bundeskanzler und weiteren führenden Politikern vor allen Dingen der Union wiederholt werden.
 
Das NgR weist zurecht darauf hin, dass Vielfalt kein zu bekämpfendes Problem ist, sondern eine Stärke einer solidarischen Gesellschaft und eines Landes. Menschen mit und ohne Migrationsgeschichte prägten und prägen immer schon Stadtbild und die lebendige Gesellschaft. Politische Verantwortungsträger müssen sich wieder stärker in der Pflicht sehen, diesen Zusammenhalt zu fördern, anstatt mit unbedachter Rhetorik Spaltung voran zu treiben. Die „Stadtbild“-Diskussion ist eine Scheindebatte.
 
Deutschlands Geschichte zeigt deutlich, wohin die Schuldverschiebung auf Sündenböcke führen kann. Daher ist es gerade heute wichtig, solidarisch für eine offene, respektvolle und demokratische Gesellschaft einzustehen.

<strong>Runder Tisch empfiehlt vier Listen zur Kommunalwahl 2025 in Radevormwald</strong>

Runder Tisch empfiehlt vier Listen zur Kommunalwahl 2025 in Radevormwald

In Radevormwald wird am 14. September unter anderem der Stadtrat nach fünf Jahren neu gewählt. Der Runde Tisch gegen Rechts hat den Parteien und Wählerinitiativen in der letzten Woche jeweils drei Fragen zugesendet. Nach Auswertung der Antworten sprechen wir eine Wahlempfehlung für vier der sieben kandidierenden Listen aus, sowie ausdrücklich gegen die Wahl von zwei

<strong>Neofaschisten attackieren Schilder gegen Rassismus eine Woche vor Kommunalwahl</strong>

Neofaschisten attackieren Schilder gegen Rassismus eine Woche vor Kommunalwahl

Wir haben heute Abend um 19:30 Uhr erfahren, dass neofaschistische Aufkleber aus dem Dunstkreis der AfD an dem städtischen Schild „Wir sind bunt! Kein Platz für Rassismus in Radevormwald“ am Ortseingang Dahlerau an der Wuppertalstraße (L 414) angebracht wurden. Mit den Aufklebern wurde der Schriftzug 

Junge Leute protestieren spontan gegen AfD-Infostand

Junge Leute protestieren spontan gegen AfD-Infostand

Am vergangenen Mittwoch, den 6. August, hatte die AfD ihren faschistischen Landratskandidaten Jürgen Braun nach Radevormwald eingeladen. Auch der jetzige AfD-Fraktionsvorsitzende in Radevormwald, Udo Schäfer, der früher schon als Fraktionsvorsitzender von “pro NRW” und “pro Deutschland” im Stadtrat saß, würde vor Ort sein.

“Natürlich gibt die AfD solche Informationen so kurzfristig wie möglich heraus, denn sie fürchtet nicht zu Unrecht, dass Demokratinnen und Demokraten Gegenaktionen organisieren.” stellte der Vorstand noch am Dienstag fest. “Allerdings sind wir, weil unsere Verantwortlichen allesamt einer Lohnarbeit nachgehen, tatsächlich nicht in der Lage, dieses Mal so kurzfristig, in unter 24 Stunden, eine Kundgebung unter der Woche zu organisieren.” Was also tun?

“Eilmeldung an alle!”

Der Vorstand entschied, sofort eine Eilmeldung über alle dem Runden Tisch zur Verfügung stehenden Verteiler und Kanäle heraus zu geben: “Wir gehen davon aus, dass auch spontan anständige, demokratisch gesinnte Radevormwalderinnen und Radevormwalder diesen Faschisten angemessen in unserer Stadt begrüßen wollen werden – also bitten wir alle Empfängerinnen und Empfänger unserer Nachrichten darum, die Information weiter zu verbreiten!” schrieben wir darin.

So kam es dann auch – am nächsten Morgen klingelte das Telefon, es meldete sich eine junge Stimme: “Wir kommen mit Schildern zum Marktplatz!” Auf die Information des Runden Tisches hin fand sich eine Gruppe zusammen, um den Infostand der AfD nicht unerwidert und ungestört in Radevormwald stattfinden zu lassen. Sie stellte sich den Faschisten spontan gegenüber und zeigte dabei im wörtlichen Sinn mutig Gesicht!

Der Vorstand des Runden Tisches dankt den Teilnehmern dieser spontanen Aktion:

“Wir sind sehr froh, dass Ihr ein klares Zeichen gesetzt haben: Wo immer und wann immer die faschistische AfD auftaucht, da wird es antifaschistischen Protest geben! Euer Engagement zeigt auch wieder, dass man sich auf die Leute verlassen kann. Der Kampf gegen den modernen Faschismus der AfD ist vielen, vielen Menschen ein aufrichtiges und ernsthaftes Anliegen. Wir sind mehr!”

Eilmeldung: AfD-Landratskandidat kommt am 6. August zum Markt!

Eilmeldung: AfD-Landratskandidat kommt am 6. August zum Markt!

Kurzfristig hat die AfD Radevormwald bekannt gegeben, dass ihr faschistischer Landratskandidat, Jürgen Braun ( ein passender Name, ein paar Informationen hat das Netzwerk gegen Rechts im Oberbergischen Kreis hier schon veröffentlicht: https://www.instagram.com/p/DMZ9miJNG3p/ ) morgen, am Mittwoch, von 9 – 12 Uhr bei einem Infostand der AfD 

<strong>Voll daneben: Junge Union erklärt Grüne Jugend zum Fall für den Verfassungsschutz</strong>

Voll daneben: Junge Union erklärt Grüne Jugend zum Fall für den Verfassungsschutz

Die „Junge Union“ (Jugendverband der CDU) hat auf Instagram erklärt, die „Grüne Jugend“ (Jugendverband von Bündnis 90/Die Grünen) sei ein Fall für den Verfassungsschutz. Zum Anlass nahm die „Junge Union“, dass eine Vorsitzende der „Grünen Jugend“ einen Pullover mit „ACAB“-Aufdruck trug. Der offizielle Instagram-Account der „Jungen Union Radevormwald“ hat das geliked. Wir kritisieren das scharf und sind solidarisch mit der „Grünen Jugend“ gegen diesen maßlosen Angriff.

Abschiebung in Remscheid: Protest gegen die Unmenschlichkeit

Abschiebung in Remscheid: Protest gegen die Unmenschlichkeit

Was hier geschah, ist ein Verbrechen: Am frühen Morgen des 13. März dringen die Abschieber in die Wohnung der 8-köpfigen Familie ein, um sie in die Türkei abzuschieben. Viele Kurden, aber auch fortschrittliche Türken, werden dort unter dem faschistischen Präsidenten Erdoğan und seiner AKP verfolgt.

Die Familienmitglieder werden im Wohnzimmer zusammen getrieben. Der Vater versucht die Flucht und springt aus dem 4. Stock – er überlebt schwer verletzt. Seine Frau und zwei Töchter, 19 und 13, werden noch am selben Tag nach Istanbul geflogen. Der 17-Jährige Sohn entgeht der Abschiebung – er war arbeiten.

Der 7-jährige Sohn muss alles mit ansehen und wird bei zwei erwachsenen Schwestern untergebracht, die bleiben dürfen; sie arbeiten in der Pflege. Jetzt ist auch er im Krankenhaus, in der Jugendpsychiatrie. Seine Schwestern haben ihn eingewiesen, weil sie sich nicht mehr zu helfen wussten. “Er hat tagelang geweint und nicht mehr gegessen” berichtet seine Schwester Nazdar. Er und sein 17-Jähriger Bruder sollen mit dem Vater abgeschoben werden, sobald der aus dem Krankenhaus entlassen werden kann.

Und für die Behörde ist die Sache klar: Die Abschiebung war rechtmäßig. Der kommissarische Vorsitzende des Runden Tisches, Fritz Ullmann, erklärt dazu heute: “Wer so etwas nicht nur getan hat, sondern auch noch kaltschnäuzig rechtfertigt, ist ein gemeingefährlicher Verbrecher. Solche Menschen gehören hinter Gitter und in einem anständigen Staat würden sie da auch landen.”

Runder Tisch protestiert mit Grußwort an die Kundgebung

Wir sind empört über das Schicksal der Familie Dogan, gegen die diese brutale Abschiebepraxis in Remscheid angewendet wurde. Für die Behörden spielt die Frage, ob die Betreffenden mit Verfolgung in der Türkei rechnen müssen, offensichtlich nicht die geringste Rolle – man stielt sich über die Dublin-Regelung aus der Verantwortung für jede Menschlichkeit. Ebenso erschüttert uns die Gleichgültigkeit gegenüber den unmittelbaren Folgen dieses Vorgehens und der damit verbundenen Trennung für die Familie, insbesondere deren Kinder. Ihnen gehört unsere ganze Solidarität. Dagegen auf die Straße zu gehen ist unbedingt richtig. Wir unterstützen die Forderung, dass dieses Unrecht rückgängig gemacht und die Familie wieder zusammen in Deutschland leben kann. Wir wünschen dem Vater der Familie eine baldige Genesung.


Wir müssen erkennen: Wenn die Chefin der Remscheider Ausländerbehörde, Barbara Reul-Nocke, zu dieser Abschiebung selbst erklärt, “es ist tragisch, es ist hart, es ist brutal” und sich dann damit entschuldigt, dass ihre Behörde nur das ausführende Organ sei, dann heißt das nicht nur, dass sie sich der Unmenschlichkeit, der Abscheulichkeit dieses verbrecherischen Vorgehens bewusst ist. Diese Denkweise ist die objektive Grundlage des Faschismus: Skrupellose Behörden, die jede Maßnahme umsetzen und jeder Anweisung folgen, völlig gleichgültig, wie verbrecherisch sie eigentlich ist. Der Körper des Faschismus ist schon gewachsen und wartet nur noch darauf, dass sich der Kopf auf seine Schultern setzt.


Dass es dazu nicht kommt, dafür sind wir alle zur Solidarität mit unseren Mitmenschen und Nachbarn verpflichtet, gleichgültig, aus welchem Land sie oder ihre Vorfahren stammen mögen, gleichgültig, welche Religion sie praktizieren oder ob sie keine praktizieren. Dafür wollen wir gemeinsam einstehen. Danke für Euren Einsatz heute und in Zukunft!

Wahlempfehlung des Runden Tisches gegen Rechts zur Bundestagswahl 2025

Wahlempfehlung des Runden Tisches gegen Rechts zur Bundestagswahl 2025

Keine Stimme den Faschisten und ihren Kollaborateuren! Einleitende Erläuterung: Wir werden uns in dieser Wahlempfehlung nicht allein gegen die Wahl faschistischer, faschistoider oder anderweitig rechtsextremer Parteien aussprechen. Bereits in der Kommunalwahl 2020 haben wir von der Wahl einer Wählerinitiative abgeraten, die sich offen für eine 

“Wir sind die überragende Mehrheit und können Vertrauen in unsere Kraft haben”

“Wir sind die überragende Mehrheit und können Vertrauen in unsere Kraft haben”

Der Vorsitzende des Runden Tisches dankt den Teilnehmenden und Unterstützenden für die erfolgreiche Demonstration und ordnet die Haltung von Stadtverwaltung und Parteien ein.