Am Sonntag, den 22. Oktober hatten Mitglieder des Runden Tisches gegen Rechts aus Anlass des Todestags Guy Môquet (der am 22. Oktober 1941 im Alter von 17 Jahren in unserer Partnerstadt Châteaubriant hingerichtet wurde)¹ eine kurze Gedenkveranstaltung um 15 Uhr im Parc de Châteaubriant organisiert, …
Am 16.10.2023 um ca. 22 Uhr entdeckte die Delegation des Runden Tisches zur Mitgliederversammlung des Netzwerks gegen Rechts im Oberbergischen Kreis bei ihrer Rückkehr, dass das Schild „Wir sind bunt – Kein Platz für Rassismus in Radevormwald“ hinter Rädereichen mit weißer Farbe beschmiert wurde. Daraufhin …
Runder Tisch protestiert gegen die AfD-Veranstaltung am 30.9.23
Am vergangenen Samstag lud der Runde Tisch gegen Rechts alle Einwohner, demokratischen Parteien und auch das „Bündnis für Demokratie“ zu einer Kundgebung unter dem Motto „Kein Raum für die Wegbereiter des Faschismus!“ gegen die zeitgleich stattfindende Veranstaltung der AfD im Mehrzweckraum des Bürgerhauses mit deren Bundestagsabgeordneten Kay Gottschlalk ein. Das “Bündnis für Demokratie” beantwortete die Einladung nicht und lud stattdessen parallel zu einem Friedensgebet ein, ohne die AfD auch nur zu erwähnen.
Die AfD hatte ihrerseits, wie schon im Mai diesen Jahres, über einen Strohmann zu einer Alibi-Kundgebung “gegen jeden Extremismus” vor dem Bürgerhaus aufgerufen, um die Gegendemonstration auf Abstand zu halten. Die Polizei untersagte die Kundgebung des Runden Tisches am Brunnen auf dem Schlossmacherplatz in direkter Sichtlinie zum Mehrzweckraum und verwies trotz unseres Protests auf den Platz 10 Meter weiter in der Passage zum Schlossmacherplatz. Diese Maßnahme diene der “Gefahrenabwehr”, wobei die Gefahr durch den Einsatzleiter nicht weiter begründet wurde. Bereits vor der Veranstaltung hatten Unbekannte an mehreren Stellen auf und um den Schloßmacherplatz herum mit Kreide Regenbögen und “Rade ist bunt, nicht braun!” auf den Boden geschrieben und damit ihre Haltung gegen die AfD ausgedrückt.
Etwa 20 Personen sowohl aus Radevormwald als auch den umliegenden Städten waren dauerhaft anwesend. Zeitweise waren bis zu 25 Personen bei der Kundgebung. Neben dem Runden Tisch gegen Rechts und dem LF – Linkes Forum als Mitgliedsorganisation waren Mitglieder der Partei “Die PARTEI” Oberberg und von “Oberberg steht auf gegen Rechts!”, aber auch mehrere Mitglieder der Alternativen Liste (AL) hatten sich bewusst dem Protest angeschlossen, weil sie die Reaktion des “Bündnisses für Demokratie” nicht richtig oder ausreichend fanden.
Ein offenes Mikrofon bot jedem Teilnehmer die Möglichkeit seine Gedanken und Ansichten zum Protest gegen die AfD zu präsentieren, was von einigen Teilnehmern genutzt wurde. Es wurde gefordert, dass die Stadt der AfD keine Räume zur Verfügung stellen sollte. In einem Redebeitrag wurde gemahnt, dass faschistische Strömungen bereits früh bekämpft werden müssen, da ein verfestigtes faschistisches System keinen Raum für Widerspruch mehr zulässt.
Neben den Reden waren selbstgemachte Plakate, Fahnen und Banner Bestandteil der Kundgebung. Mit einer einer Jonglage war auch eine kurze kreative Performance zu sehen. Die Teilnehmer verteilten Flugblätter mit Informationen zur Kundgebung an Passanten und diskutierten mit ihnen, aber auch der Austausch untereinander war wichtig. Angelockt von den Tönen und Menschen kamen mehrere in der Stadt spielende Kinder zur Kundgebung. Sie waren sehr interessiert an dem, was dort gerade passierte und stellten neugierig Fragen dazu „was eine AfD ist“ oder wieso eine Kundgebung dagegen so gemacht wird.
AfD-Kundgebung, scheinbar mit Alkohol und Glasflasche
Mit einem schnellen Blick auf die Veranstaltung der AfD waren dort bekannte Gesichter der rechtsextremen Szene Radevormwald und Oberberg zu sehen. Mit Jonas Ronsdorf und Marius Dörschel nahmen stadtbekannte Neofaschisten an der Veranstaltung teil. Ronsdorf war der Rädelsführer der 2013 als kriminelle Vereinigung verschlagenen gewaltsam agierenden faschistischen Kameradschaft “Freundeskreis Radevormwald”. Sowohl Ronsdorf als auch Dörschel wurden in der Folge verurteilt. Tattoovierte Security mit Sonnenbrillen schirmte am Eingang die Veranstaltung ab und kontrollierten den Einlass. Vor dem Mehrzweckraum stellte die Afd einen Aufsteller mit der Aufschrift „Gemeinsam gegen Extremismus“ auf. Das war der gesamte äußerlich sichbare Beitrag zur AfD-Kundgebung, die die AfD zusätzlich zum Mehrzweckraum vor dem Bürgerhaus angemeldet hatte.
Die Kundgebung des Runden Tisches zeigte, wie wichtig ein starker Zusammenhalt gegen gesellschaftszersetzende Strömungen wie den Rechtsextremismus und Neofaschismus der AfD gerade heute ist. Es kostet Energie sich für eine offene Gesellschaft einzusetzen aber jeder kann eine Inspiration für zukünftige Bemühungen sein.
Am Freitag, den 29. September hatte der Runde Tisch gegen Rechts Einwohner und Geflüchtete zu einem Abend mit dem Thema „Neue Räume: Gemeinsam nutzen!“ zur Flüchtlingspolitik mit Alassa Mfouapon und anschließendem Buffet eingeladen.
Am Samstag, den 30.09.23, will die AfD eine Veranstaltung im Bürgerhaus mit einem AfD-Bundestagsabgeordneten durchführen. Der Runde Tisch gegen Rechts hat dagegen eine Protestkundgebung auf dem Schloßmacherplatz angemeldet.
Ein gemeinsamer Abend für alle Radevormwalderinnen und Radevormwalder mit Alassa Mfouapon
In der 39. Kalenderwoche vom 24. bis zum 30.9. findet im Oberbergischen Kreis die Interkulturelle Woche unter dem Motto „Neue Räume“ statt. Wir freuen uns, mitteilen zu können, dass der Runde Tisch gegen Rechts für Radevormwald mit einer Veranstaltung an der Interkulturellen Woche teilnimmt. Wir laden Einwohnerinnen, Einwohner und Geflüchtete in unserer Stadt am 29. September um 18:30 Uhr (Einlass ab 18 Uhr) in den Mehrzweckraum des Bürgerhauses (Schloßmacherstr. 4, Nebeneingang) zu einer Diskussion mit anschließendem gemeinsamen Abendessen am kalten Buffet ein. Wir erweitern das Motto und sagen: „Neue Räume: Gemeinsam nutzen!“ Wir konnten als Teilnehmer einen bundesweit bekannten Vertreter der Flüchtlingsbewegung gewinnen: Alassa Mfouapon aus Kamerun.
Bekannt wurde er nach den Ereignissen in Ellwangen am 30. April 2018, als die Polizei aus der Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge (LEA Ellwangen) einen Geflüchteten aus Togo abschieben wollte und sich andere Geflüchteten dagegen solidarisierten. Am 3. Mai erfolgte in der Nacht ein martialischer Einsatz hunderter Polizisten mit Hunden: Türen wurden eingeschlagen, Flüchtlinge verletzt und gedemütigt. Alassa wurde zu einem Sprecher der Bewohner. Seine zentrale Botschaft: „Flüchtlinge haben Rechte!“ Dafür wurde er von der BILD-Zeitung als „Skandal-Asylbewerber“ verleumdet und zum Hassobjekt der AfD. Mehrfach wurde er mit Abschiebung bedroht. Heute ist er Sprecher des „Freundeskreises Flüchtlingssolidarität“. Immer noch beschäftigt ihn die Aufarbeitung des Polizeieinsatzes in Ellwangen. Am 15. Juni 2023 errang er einen wichtigen Teilerfolg, als das Bundesverwaltungsgericht (BVG) entschied, dass die Zimmer Geflüchteter in Unterkünften als Wohnung gelten und den Schutz des Grundgesetzes genießen.
Wir freuen uns auf den gemeinsamen Abend mit Alassa:
18:30 Uhr Begrüßung, Kurzreferat und Vorstellungen
18:45 Uhr Fragerunde und Diskussion
19:45 Uhr gemeinsames Essen
Wir laden die demokratischen Stadtratsparteien, den Bürgermeister und die Vertreter der Gemeinden und Vereine ein, teilzunehmen und sich einzubringen.
Wir laden auch zur Mitarbeit ein: Wer sich an der Vorbereitung des Abends, zum Beispiel mit einem Gericht für das kalte Buffet, beteiligen möchte, kann sich gerne mit einer Email oder telefonisch über 0175 333 87 96 bei und melden. Für freuen uns über jede Beteiligung!
zur Veranstaltung des Runden Tisches zur 2. Pride Week Oberberg vom 17.08.2023 Ich möchte auf die traditionellen Werte der Neofaschisten bezüglich der bürgerlichen Familienordnung und damit auf die Unterdrückung der Frau eingehen. AFD-Standpunkt aus Wahlprogramm zur Bundestagswahl 2017: „Für ein klares Familienbild – Gender-Ideologie ist …
Offener Brief Sehr geehrter Herr Bürgermeister, sehr geehrte Frau Kötter, sehr geehrte Frau Kutsch, sehr geehrter Herr Kühn, sehr geehrte Damen und Herren, kurz vor dem Planungstreffen zur Vorbereitung der Eröffnung erhielten wir die Mitteilung, dass die Stadt dem Organisationsteam die Anweisung erteilt habe, den …
Am Abend des 17.8. lud der Runde Tisch im Rahmen der “2. Pride Week Oberberg” zu einem Vortrag mit Diskussionsrunde ein. Die Veranstaltung im Mehrzweckraum des Bürgerzentrums zog ein interessiertes Publikum an.
Besucher brachten auch eigene Materialien zur Aufklärung gegen Rechts mit.
Der Vortragende eröffnete den Abend mit seiner Präsentation über die Rolle von konservativen Werten für die Identität verschiedener politischer Parteien und Gruppierungen – vor allen Dingen, aber nicht nur rechter Parteien und Gruppierungen. Informativ und verständlich wurde gezeigt wie Sexismus, Frauenfeindlichkeit, trans-, bi- und schwulenfeindliche Einstellungen in verschiedenen Parteien als politische Kampfthemen verwendet werden. Darin wurde der Übergang von ablehnenden bis offen feindlichen Gesinnungen deutlich. Zur Anschauung wurden direkte Beispiele von Aufklebern aus dem öffentlichen Raum in Radevormwald gezeigt. Für den Umgang mit ablehnenden Haltungen wurde appelliert klar die eigene Position zu beziehen.
Nach dem Vortrag wurde aus dem Publikum ein kurzer Redebeitrag vom Frauenverband Courage Wuppertal gehalten.
Die anschließende Diskussionsrunde wurde zunächst mit einigen Nachfragen über den Vortrag und den behandelten Themen eröffnet. Besucher aus unterschiedlichen Städten des bergischen Lands teilten ihre Ansichten über die momentane Lage in ihren Umfeldern mit. Persönliche Eindrücke und Erlebnisse rund um das Thema wurden geschildert.
Leckereien und Informationen gab es ebenfalls.
Insgesamt war die Atmosphäre am Abend geprägt von Offenheit und Respekt aller Anwesenden, wodurch ein fruchtbarer Gedankenaustausch entstand. Auch stille Zuhörer fühlten sich von der Gesprächsrunde unterhalten und angeregt von den geschilderten Ansichten. Viele der Zuhörer blieben nach Beendigung des offiziellen Teils noch, um sich in lockerer Atmosphäre bei Kuchen und Getränken zu unterhalten.
In der nächsten Woche, vom 14. bis zum 20. August, findet die 2. Pride Week im Oberbergischen Kreis statt. Die Pride Week ist eine gemeinsame Initiative des Projekts „vielfalt. viel wert.“ des Caritasverbandes für den Oberbergischen Kreis und des Netzwerks gegen Rechts im Oberbergischen Kreis. …
Mitgliederversammlung beschließt Aufruf zur Kundgebung des Internationalistischen Bündnisses zum 30. Jahrestag des faschistischen Brandanschlags in Solingen Rassismus tötete vor 30 Jahren fünf Menschen in Solingen durch einen Brandanschlag. Verübt durch Täter der rechten Szene. Bis heute haben die Hinterbliebenen mit den Folgen zu kämpfen. Bis …