Schlagwort: Pressemitteilung

Runder Tisch gegen Rechts resümiert das ausklingende Jahr und stellt den Ausblick auf das neue Jahr vor

Runder Tisch gegen Rechts resümiert das ausklingende Jahr und stellt den Ausblick auf das neue Jahr vor

Der Runde Tisch gegen Rechts lädt seine Mitglieder, Unterstützerinnen und Unterstützer, Freundinnen und Freunde sowie alle Interessierten herzlich zu einem Offenen Treffen am Ende des Jahres ein. Wir wollen unsere Aktivitäten im endenden Jahr 2023 vorstellen und auswerten, sowie die künftige Arbeit im kommenden Jahr 

<strong>AfD Radevormwald stellt rassistisch begründeten Antrag gegen Geflüchtete</strong>

AfD Radevormwald stellt rassistisch begründeten Antrag gegen Geflüchtete

Der Ratsantrag der in Radevormwald faschistischen AfD, Geflüchteten in unserer Stadt nur noch Sachleistungen auszuzahlen, ist menschenverachtend. Er wird zynisch damit begründet, es dürfe „nicht Aufgabe des einheimischen Netto-Steuerzahlers sein, tausende von Familien in der Dritten Welt zu alimentieren“ – als gäbe es Tausende Asylbewerber 

<strong>Von Rundem Tisch gegen Rechts gestiftetes Kunstwerk zur Würdigung von Guy Môquet aus Parc de Châteaubriant gestohlen</strong>

Von Rundem Tisch gegen Rechts gestiftetes Kunstwerk zur Würdigung von Guy Môquet aus Parc de Châteaubriant gestohlen

Am Sonntag, den 22. Oktober hatten Mitglieder des Runden Tisches gegen Rechts aus Anlass des Todestags Guy Môquet (der am 22. Oktober 1941 im Alter von 17 Jahren in unserer Partnerstadt Châteaubriant hingerichtet wurde)¹ eine kurze Gedenkveranstaltung um 15 Uhr im Parc de Châteaubriant organisiert, bei der eine Kunst-Installation² an einem Baum im Park durch einen Studenten der Kunstakademie Düsseldorf angebracht wurde.

Teil der Würdigung war auch die Verlesung des Abschiedsbriefs, den Guy Môquet nach Ankündigung seiner Hinrichtung an seine Eltern schrieb, sowie eine Gedenkminute.

Die jüngsten Ereignisse in Radevormwald (zuletzt der vierte Fall von rechtem Vandalismus gegen die städtischen Schilder gegen Rassismus in der Nacht vom 16. auf den 17. Oktober) zeigen uns deutlich, dass das Bewusstsein für die jüngere Geschichte bei Manchem in den Hintergrund tritt. Wir wollten dem neben unserer Aufklärungsarbeit auch eine würdige Erinnerungskultur gegenüber stellen.

Die künstlerische Installation sollte für circa eine Woche im Park verbleiben, um den Menschen in Radevormwald das Schicksal von Guy Môquet zu Bewusstsein zu bringen, das sowohl die Grausamkeit faschistischer Unterdrückung zeigt, als auch ein Beispiel für den Mut im Widerstand darstellt. Allerdings war sie schon um 11 Uhr früh am kommenden Montag verschwunden: Weniger als 20 Stunden nach der Anbringung wardas Kunstwerk von Unbekannten gestohlen worden.

Nach Rücksprache mit Polizei und Ordnungsamt wurde noch am selben Tag Anzeige erstattet. Der Vorfall unterstreicht, wie verfestigt rechte Strukturen in Radevormwald mittlerweile sind, wie beständig ihre Aktivitäten und mit welcher Selbstsicherheit und kriminellen Energie sie vorgehen.

Es gilt nun, die Täter zu finden. Wir bitten die Einwohnerinnen und Einwohner Radevormwalds um ihre Mithilfe. Wer zwischen Sonntag und Montag Beobachtungen gemacht hat, den bitten wir, sie der Polizei und gerne auch uns mitzuteilen. Auch Angaben, die helfen können, den Tatzeitraum einzugrenzen, sind nützlich: Bis wann können Sie bestätigen, dass die Kunst-Installation noch im Park war?

Wir danken den Radevormwalderinnen und Radevormwaldern vorab für ihr Engagement. Wir wissen, dass die große Mehrheit nicht auf Seiten der Rechten steht, ob nun der faschistischen AfD, der mit ihr verbündeten Kameradschaftsszene um den „Freundeskreis Radevormwald“ oder den Verschwörungsmystikern der so genannten „Querdenker“. Sie wollen, wie wir auch, eine lebenswerte und menschliche Stadtgesellschaft auf der Grundlage wirklich demokratischer Werte, Rechte und Freiheiten.
Die Bedrohung von rechts lässt sich nicht ignorieren. Wir alle müssen entschlossen sein, ihnen und ihrer verbrecherischen Ideologie unsere Stadt nicht zu überlassen.

¹ Zum geschichtlichen Hintergrund

Guy Môquet wurde im Alter von 17 Jahren am 22. Oktober 1941 zusammen mit 26 anderen Franzosen nach seiner Auslieferung durch die französische Kollaborations-Regierung von deutschen Soldaten in Radevormwalds heutiger Partnerstadt Châteaubriant erschossen. Er hatte in Paris kommunistische Flugblätter verteilt. Sein Schicksal ist in Frankreich von nationaler Bekanntheit. Sein oben erwähnter Abschiedsbrief wird jährlich in den französischen Oberschulen verlesen. Weitere Informationen findet Ihr unter anderem auch auf Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Guy_M%C3%B4quet

² Beschreibung der Kunst-Installation (durch den Künstler)

Die Schleife für das Gedenken an Guy Môquet ist aus Seil, welches mit schwarzem Panzerband ummantelt wurde. Die roten Akzente an der Schleife sind ein Hinweis auf Guy Môquets politischen Hintergrund, welcher kommunistisch geprägt war und zu seiner Verhaftung führte. Sein auf Leinwand geschriebener Abschiedsbrief ist mit den Farben der französischen Flagge hinterlegt. Die Farben laufen herunter wie Blut und sollen sowohl die Opfer des Widerstands als auch die Mitverantwortung der französischen Kollaborateure an Guys Tod symbolisieren.

<strong>Schilder gegen Rassismus der Stadt Radevormwald zum vierten Mal von Rechten angegriffen</strong>

Schilder gegen Rassismus der Stadt Radevormwald zum vierten Mal von Rechten angegriffen

Am 16.10.2023 um ca. 22 Uhr entdeckte die Delegation des Runden Tisches zur Mitgliederversammlung des Netzwerks gegen Rechts im Oberbergischen Kreis bei ihrer Rückkehr, dass das Schild „Wir sind bunt – Kein Platz für Rassismus in Radevormwald“ hinter Rädereichen mit weißer Farbe beschmiert wurde. Daraufhin 

Protest gegen die AfD: 30.9., 17:00 Uhr: „Kein Raum für die Wegbereiter des Faschismus!“

Protest gegen die AfD: 30.9., 17:00 Uhr: „Kein Raum für die Wegbereiter des Faschismus!“

Am Samstag, den 30.09.23, will die AfD eine Veranstaltung im Bürgerhaus mit einem AfD-Bundestagsabgeordneten durchführen. Der Runde Tisch gegen Rechts hat dagegen eine Protestkundgebung auf dem Schloßmacherplatz angemeldet.

<strong>29.9., 18:30 Uhr – Interkulturelle Woche: „Neue Räume: Gemeinsam nutzen!“</strong>

29.9., 18:30 Uhr – Interkulturelle Woche: „Neue Räume: Gemeinsam nutzen!“

Ein gemeinsamer Abend für alle Radevormwalderinnen und Radevormwalder mit Alassa Mfouapon

In der 39. Kalenderwoche vom 24. bis zum 30.9. findet im Oberbergischen Kreis die Interkulturelle Woche unter dem Motto „Neue Räume“ statt. Wir freuen uns, mitteilen zu können, dass der Runde Tisch gegen Rechts für Radevormwald mit einer Veranstaltung an der Interkulturellen Woche teilnimmt. Wir laden Einwohnerinnen, Einwohner und Geflüchtete in unserer Stadt am 29. September um 18:30 Uhr (Einlass ab 18 Uhr) in den Mehrzweckraum des Bürgerhauses (Schloßmacherstr. 4, Nebeneingang) zu einer Diskussion mit anschließendem gemeinsamen Abendessen am kalten Buffet ein. Wir erweitern das Motto und sagen: „Neue Räume: Gemeinsam nutzen!“ Wir konnten als Teilnehmer einen bundesweit bekannten Vertreter der Flüchtlingsbewegung gewinnen: Alassa Mfouapon aus Kamerun.

Bekannt wurde er nach den Ereignissen in Ellwangen am 30. April 2018, als die Polizei aus der Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge (LEA Ellwangen) einen Geflüchteten aus Togo abschieben wollte und sich andere Geflüchteten dagegen solidarisierten. Am 3. Mai erfolgte in der Nacht ein martialischer Einsatz hunderter Polizisten mit Hunden: Türen wurden eingeschlagen, Flüchtlinge verletzt und gedemütigt. Alassa wurde zu einem Sprecher der Bewohner. Seine zentrale Botschaft: „Flüchtlinge haben Rechte!“ Dafür wurde er von der BILD-Zeitung als „Skandal-Asylbewerber“ verleumdet und zum Hassobjekt der AfD. Mehrfach wurde er mit Abschiebung bedroht. Heute ist er Sprecher des „Freundeskreises Flüchtlingssolidarität“. Immer noch beschäftigt ihn die Aufarbeitung des Polizeieinsatzes in Ellwangen. Am 15. Juni 2023 errang er einen wichtigen Teilerfolg, als das Bundesverwaltungsgericht (BVG) entschied, dass die Zimmer Geflüchteter in Unterkünften als Wohnung gelten und den Schutz des Grundgesetzes genießen.

Wir freuen uns auf den gemeinsamen Abend mit Alassa:

  • 18:30 Uhr Begrüßung, Kurzreferat und Vorstellungen
  • 18:45 Uhr Fragerunde und Diskussion
  • 19:45 Uhr gemeinsames Essen

Wir laden die demokratischen Stadtratsparteien, den Bürgermeister und die Vertreter der Gemeinden und Vereine ein, teilzunehmen und sich einzubringen.

Wir laden auch zur Mitarbeit ein: Wer sich an der Vorbereitung des Abends, zum Beispiel mit einem Gericht für das kalte Buffet, beteiligen möchte, kann sich gerne mit einer Email oder telefonisch über 0175 333 87 96 bei und melden. Für freuen uns über jede Beteiligung!

<strong>Ausschluss des Runden Tisches gegen Rechts von der Eröffnungsfeier des Bürgerzentrums für die Wupper am 25.8. sendet ein fatales Zeichen</strong>

Ausschluss des Runden Tisches gegen Rechts von der Eröffnungsfeier des Bürgerzentrums für die Wupper am 25.8. sendet ein fatales Zeichen

Offener Brief Sehr geehrter Herr Bürgermeister, sehr geehrte Frau Kötter, sehr geehrte Frau Kutsch, sehr geehrter Herr Kühn, sehr geehrte Damen und Herren, kurz vor dem Planungstreffen zur Vorbereitung der Eröffnung erhielten wir die Mitteilung, dass die Stadt dem Organisationsteam die Anweisung erteilt habe, den 

25.5., 19:15 Uhr | Aufklärung statt Vertuschung: Runder Tisch informiert über rechte Umtriebe an der Wupper

25.5., 19:15 Uhr | Aufklärung statt Vertuschung: Runder Tisch informiert über rechte Umtriebe an der Wupper

öffentlicher Teil der Mitgliederversammlung im Bürgerzentrum Wupper Seit Ende April erleben wir in Radevormwald wieder einen sprunghaften Anstieg rechter Aktivitäten. Zuerst haben Neofaschisten zumindest zwei der städtischen Schilder gegen Rassismus an den Ortseingängen zerstört, dann hat die AfD am 3. Mai eine Veranstaltung mit einem 

3.5.2023 | 18:00 |  Schloßmacherplatz – Kundgebung gegen die AfD-Veranstaltung im Bürgerhaus!

3.5.2023 | 18:00 | Schloßmacherplatz – Kundgebung gegen die AfD-Veranstaltung im Bürgerhaus!

Es ist noch keine Woche her, dass in der Nacht auf den 23.04.2023 mindestens 2 Schilder der Stadt „Wir sind bunt! Kein Platz für Rassismus in Radevormwald“ zum dritten Mal von Faschisten zerstört wurden. Jetzt kündigt die AfD eine Veranstaltung im Bürgerhaus an.

Die AfD ist auch in Radevormwald eine Wegbereiterin des Faschismus und arbeitet mit der gewaltbereiten rechten Szene zusammen. Personen aus dem 2013 verbotenen „Freundeskreises Rade“ wurden noch 2019 bei der Wahlkampfhilfe für die AfD beobachtet. Die AfD ist personell im Kern identisch mit pro Deutschland / pro NRW, aus deren Jugendorganisation „pro NRW Jugend Bergisches Land“ der kriminelle faschistische „Freundeskreis Rade“ ab 2010 überhaupt erst entstanden war. Im Kern dieser rechten Strukturen steht der Fraktionsvorsitzende der AfD im Stadtrat und Mitglied des Kreistages, Udo Schäfer (ehem. DVU), der schon pro NRW / pro Deutschland in der Region anführte. Das geladene Bundestagsmitglied Michael Espendiller war von 2013 bis 2014 stellv. Bundesvorsitzender der heute als „rechtsextremistisch“ eingestuften „Jungen Alternative“ und leugnet die Verantwortung der heutigen Industrieproduktion an der Klima- und Umweltkatastrophe.

Wir sagen: Kein Raum den Wegbereitern des Faschismus! Keine städtischen Räume für die AfD! Wir rufen alle Demokratinnen und Demokraten zur Kundgebung auf dem Schloßmacherplatz auf: Bringt Eure Flaggen, Transparente und Schilder, damit es ein bunter Protest wird! Redner können vor Ort oder per E-Mail angemeldet werden.

Hier kann man unsere Flugblätter zur Mobilisierung als PDFs herunter laden:

Dritter Angriff auf Schilder gegen Rassismus

Dritter Angriff auf Schilder gegen Rassismus

Rat und Verwaltung müssen endlich mit den Einwohnern gemeinsam handeln Mutmaßlich in der Nacht vom 22.04. auf den 23.04.2023 wurden an zumindest 2 Ortseingängen in den Wupperorten die Schilder der Stadt „Wir sind bunt! Kein Platz für Rassismus in Radevormwald“ zum dritten Mal von Faschisten 

Erstes Treffen im neuen Jahr plant vielfältige Aktionen

Erstes Treffen im neuen Jahr plant vielfältige Aktionen

Am 5. Januar trafen sich die Mitglieder und Unterstützer*innen des Runden Tisches zum ersten Mal im neuen Jahr. Die Tagesordnung war umfangreich, es gab viel zu klären und vorzubereiten. So nimmt der Runde Tisch gegen Rechts ab sofort wieder seinen Sitz in der Steuerungsgruppe des