Beiträge

Runder Tisch gegen Rechts resümiert das ausklingende Jahr und stellt den Ausblick auf das neue Jahr vor

Runder Tisch gegen Rechts resümiert das ausklingende Jahr und stellt den Ausblick auf das neue Jahr vor

Der Runde Tisch gegen Rechts lädt seine Mitglieder, Unterstützerinnen und Unterstützer, Freundinnen und Freunde sowie alle Interessierten herzlich zu einem Offenen Treffen am Ende des Jahres ein. Wir wollen unsere Aktivitäten im endenden Jahr 2023 vorstellen und auswerten, sowie die künftige Arbeit im kommenden Jahr 

„Das Konzentrationslager vor der Haustüre“

„Das Konzentrationslager vor der Haustüre“

Der Runde Tisch gegen Rechts lädt anlässlich der Ausstellung „Verbrannte Orte“ zu einer Lesung aus Willi Weilers biographischen Erlebnisbericht aus dem KZ Kemna in Wuppertal ein. Beachten Sie das Begleitprogramm des Netzwerks gegen Rechts im Oberbergischen Kreis und und der Stadtbibliothek Hückeswagen sowie unseren Veranstaltungshinweis zur 

<strong>AfD Radevormwald stellt rassistisch begründeten Antrag gegen Geflüchtete</strong>

AfD Radevormwald stellt rassistisch begründeten Antrag gegen Geflüchtete

Der Ratsantrag der in Radevormwald faschistischen AfD, Geflüchteten in unserer Stadt nur noch Sachleistungen auszuzahlen, ist menschenverachtend. Er wird zynisch damit begründet, es dürfe „nicht Aufgabe des einheimischen Netto-Steuerzahlers sein, tausende von Familien in der Dritten Welt zu alimentieren“ – als gäbe es Tausende Asylbewerber in Radevormwald. Schamlos wird hier das rassistische Zerrbild des sozialparasitären Ausländers bedient, der nur in „unser“ Land käme, um von „unserem Wohlstand“ zu profitieren.

Auch bürgerliche Parteien blasen mittlerweile leider in das gleiche Horn. So fordert auch die CDU in Remscheid, dass Geflüchtete nur noch Sachleistungen erhalten sollen. Deren Vorsitzender Markus Kötter benutzt die gleichen, menschenverachtenden Vorurteile mit demselben Zynismus: „Durch ein solches konkretes Signal könnte der Oberbürgermeister deutlich machen, dass Remscheid keine Stadt ist, in der Milch und Honig fließen.

Ein Reiz dieser Verschwörungserzählung liegt aus Sicht der Parteienvertreter wohl darin, dass sie die Verantwortung der deutschen Politik für die zunehmende Armut in unserem Land leugnet – stattdessen soll der böse Ausländer, getarnt als Geflüchteter, den Wohlstand gestohlen haben. Dieses Spiel ist also in jeder Hinsicht verantwortungslos.

Die Vorstellung, dass Asylbewerber nur aus finanziellen Gründen kommen und Geld ins Ausland schicken, ist zu einfach gedacht und verunglimpft die gute Integration und die Fähigkeiten der Flüchtlinge im Land.“ erklärt der Flüchtlingsaktivist Alassa Mfouapon vom Freundeskreis Flüchtlingssolidarität auf unsere Anfrage. Bezugnehmend auf das Arbeitsverbot und die Vorurteile gegenüber Geflüchteten auf dem Arbeitsmarkt erklärt er: „Viele von uns wollen arbeiten und schaffen es einfach nicht. Es ist wichtig, die Würde und die Entscheidungsfreiheit der Betroffenen, hier Asyl zu suchen, zu respektieren und Mitgefühl und Empathie in unsere politischen Entscheidungen einfließen zu lassen.“ Aktuell führt seine Initiative eine Kampagne zur Aufhebung des Arbeitsverbots, damit Geflüchtete nicht mehr gezwungen werden, von staatlichen Mitteln zu leben.

Wir rufen alle Parteien im Rat der Stadt Radevormwald dringend auf, diesen demagogischen Vorstoß der AfD geschlossen abzuweisen – mehr noch, der Missbrauch von Geflüchteten als Sündenbock der deutschen Politik muss enden!

Hier wird mit dem Schicksal von Menschen gespielt, die aus den verschiedensten Gründen gezwungen waren, ihre Heimat zu verlassen. Diesen Schritt tut niemand leichtfertig. Niemand setzt sich den Risiken der Flucht ohne guten Grund aus.

Wer so eine Politik macht, der nützt damit am Ende nur der AfD.

Titelbild: Markus Spiske

<strong>Von Rundem Tisch gegen Rechts gestiftetes Kunstwerk zur Würdigung von Guy Môquet aus Parc de Châteaubriant gestohlen</strong>

Von Rundem Tisch gegen Rechts gestiftetes Kunstwerk zur Würdigung von Guy Môquet aus Parc de Châteaubriant gestohlen

Am Sonntag, den 22. Oktober hatten Mitglieder des Runden Tisches gegen Rechts aus Anlass des Todestags Guy Môquet (der am 22. Oktober 1941 im Alter von 17 Jahren in unserer Partnerstadt Châteaubriant hingerichtet wurde)¹ eine kurze Gedenkveranstaltung um 15 Uhr im Parc de Châteaubriant organisiert, 

<strong>Schilder gegen Rassismus der Stadt Radevormwald zum vierten Mal von Rechten angegriffen</strong>

Schilder gegen Rassismus der Stadt Radevormwald zum vierten Mal von Rechten angegriffen

Am 16.10.2023 um ca. 22 Uhr entdeckte die Delegation des Runden Tisches zur Mitgliederversammlung des Netzwerks gegen Rechts im Oberbergischen Kreis bei ihrer Rückkehr, dass das Schild „Wir sind bunt – Kein Platz für Rassismus in Radevormwald“ hinter Rädereichen mit weißer Farbe beschmiert wurde. Daraufhin 

Rade ist bunt – nicht braun!

Rade ist bunt – nicht braun!

Runder Tisch protestiert gegen die AfD-Veranstaltung am 30.9.23

Am vergangenen Samstag lud der Runde Tisch gegen Rechts alle Einwohner, demokratischen Parteien und auch das „Bündnis für Demokratie“ zu einer Kundgebung unter dem Motto „Kein Raum für die Wegbereiter des Faschismus!“ gegen die zeitgleich stattfindende Veranstaltung der AfD im Mehrzweckraum des Bürgerhauses mit deren Bundestagsabgeordneten Kay Gottschlalk ein. Das “Bündnis für Demokratie” beantwortete die Einladung nicht und lud stattdessen parallel zu einem Friedensgebet ein, ohne die AfD auch nur zu erwähnen.

Die AfD hatte ihrerseits, wie schon im Mai diesen Jahres, über einen Strohmann zu einer Alibi-Kundgebung “gegen jeden Extremismus” vor dem Bürgerhaus aufgerufen, um die Gegendemonstration auf Abstand zu halten. Die Polizei untersagte die Kundgebung des Runden Tisches am Brunnen auf dem Schlossmacherplatz in direkter Sichtlinie zum Mehrzweckraum und verwies trotz unseres Protests auf den Platz 10 Meter weiter in der Passage zum Schlossmacherplatz. Diese Maßnahme diene der “Gefahrenabwehr”, wobei die Gefahr durch den Einsatzleiter nicht weiter begründet wurde. Bereits vor der Veranstaltung hatten Unbekannte an mehreren Stellen auf und um den Schloßmacherplatz herum mit Kreide Regenbögen und “Rade ist bunt, nicht braun!” auf den Boden geschrieben und damit ihre Haltung gegen die AfD ausgedrückt.

Etwa 20 Personen sowohl aus Radevormwald als auch den umliegenden Städten waren dauerhaft anwesend. Zeitweise waren bis zu 25 Personen bei der Kundgebung. Neben dem Runden Tisch gegen Rechts und dem LF – Linkes Forum als Mitgliedsorganisation waren Mitglieder der Partei “Die PARTEI” Oberberg und von “Oberberg steht auf gegen Rechts!”, aber auch mehrere Mitglieder der Alternativen Liste (AL) hatten sich bewusst dem Protest angeschlossen, weil sie die Reaktion des “Bündnisses für Demokratie” nicht richtig oder ausreichend fanden. 

Ein offenes Mikrofon bot jedem Teilnehmer die Möglichkeit seine Gedanken und Ansichten zum Protest gegen die AfD zu präsentieren, was von einigen Teilnehmern genutzt wurde. Es wurde gefordert, dass die Stadt der AfD keine Räume zur Verfügung stellen sollte. In einem Redebeitrag wurde gemahnt, dass faschistische Strömungen bereits früh bekämpft werden müssen, da ein verfestigtes faschistisches System keinen Raum für Widerspruch mehr zulässt.

Neben den Reden waren selbstgemachte Plakate, Fahnen und Banner Bestandteil der Kundgebung. Mit einer einer Jonglage war auch eine kurze kreative Performance zu sehen. Die Teilnehmer verteilten Flugblätter mit Informationen zur Kundgebung an Passanten und diskutierten mit ihnen, aber auch der Austausch untereinander war wichtig. Angelockt von den Tönen und Menschen kamen mehrere in der Stadt spielende Kinder zur Kundgebung. Sie waren sehr interessiert an dem, was dort gerade passierte und stellten neugierig Fragen dazu „was eine AfD ist“ oder wieso eine Kundgebung dagegen so gemacht wird. 

AfD-Kundgebung, scheinbar mit Alkohol und Glasflasche

Mit einem schnellen Blick auf die Veranstaltung der AfD waren dort bekannte Gesichter der rechtsextremen Szene Radevormwald und Oberberg zu sehen. Mit Jonas Ronsdorf und Marius Dörschel nahmen stadtbekannte Neofaschisten an der Veranstaltung teil. Ronsdorf war der Rädelsführer der 2013 als kriminelle Vereinigung verschlagenen gewaltsam agierenden faschistischen Kameradschaft “Freundeskreis Radevormwald”. Sowohl Ronsdorf als auch Dörschel wurden in der Folge verurteilt. Tattoovierte Security mit Sonnenbrillen schirmte am Eingang die Veranstaltung ab und kontrollierten den Einlass. Vor dem Mehrzweckraum stellte die Afd einen Aufsteller mit der Aufschrift „Gemeinsam gegen Extremismus“ auf. Das war der gesamte äußerlich sichbare Beitrag zur AfD-Kundgebung, die die AfD zusätzlich zum Mehrzweckraum vor dem Bürgerhaus angemeldet hatte.

Die Kundgebung des Runden Tisches zeigte, wie wichtig ein starker Zusammenhalt gegen gesellschaftszersetzende Strömungen wie den Rechtsextremismus und Neofaschismus der AfD gerade heute ist. Es kostet Energie sich für eine offene Gesellschaft einzusetzen aber jeder kann eine Inspiration für zukünftige Bemühungen sein. 

Ein Abend der Flüchtlingsolidarität

Ein Abend der Flüchtlingsolidarität

Am Freitag, den 29. September hatte der Runde Tisch gegen Rechts Einwohner und Geflüchtete zu einem Abend mit dem Thema „Neue Räume: Gemeinsam nutzen!“ zur Flüchtlingspolitik mit Alassa Mfouapon und anschließendem Buffet eingeladen.

Protest gegen die AfD: 30.9., 17:00 Uhr: „Kein Raum für die Wegbereiter des Faschismus!“

Protest gegen die AfD: 30.9., 17:00 Uhr: „Kein Raum für die Wegbereiter des Faschismus!“

Am Samstag, den 30.09.23, will die AfD eine Veranstaltung im Bürgerhaus mit einem AfD-Bundestagsabgeordneten durchführen. Der Runde Tisch gegen Rechts hat dagegen eine Protestkundgebung auf dem Schloßmacherplatz angemeldet.

<strong>29.9., 18:30 Uhr – Interkulturelle Woche: „Neue Räume: Gemeinsam nutzen!“</strong>

29.9., 18:30 Uhr – Interkulturelle Woche: „Neue Räume: Gemeinsam nutzen!“

Ein gemeinsamer Abend für alle Radevormwalderinnen und Radevormwalder mit Alassa Mfouapon

In der 39. Kalenderwoche vom 24. bis zum 30.9. findet im Oberbergischen Kreis die Interkulturelle Woche unter dem Motto „Neue Räume“ statt. Wir freuen uns, mitteilen zu können, dass der Runde Tisch gegen Rechts für Radevormwald mit einer Veranstaltung an der Interkulturellen Woche teilnimmt. Wir laden Einwohnerinnen, Einwohner und Geflüchtete in unserer Stadt am 29. September um 18:30 Uhr (Einlass ab 18 Uhr) in den Mehrzweckraum des Bürgerhauses (Schloßmacherstr. 4, Nebeneingang) zu einer Diskussion mit anschließendem gemeinsamen Abendessen am kalten Buffet ein. Wir erweitern das Motto und sagen: „Neue Räume: Gemeinsam nutzen!“ Wir konnten als Teilnehmer einen bundesweit bekannten Vertreter der Flüchtlingsbewegung gewinnen: Alassa Mfouapon aus Kamerun.

Bekannt wurde er nach den Ereignissen in Ellwangen am 30. April 2018, als die Polizei aus der Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge (LEA Ellwangen) einen Geflüchteten aus Togo abschieben wollte und sich andere Geflüchteten dagegen solidarisierten. Am 3. Mai erfolgte in der Nacht ein martialischer Einsatz hunderter Polizisten mit Hunden: Türen wurden eingeschlagen, Flüchtlinge verletzt und gedemütigt. Alassa wurde zu einem Sprecher der Bewohner. Seine zentrale Botschaft: „Flüchtlinge haben Rechte!“ Dafür wurde er von der BILD-Zeitung als „Skandal-Asylbewerber“ verleumdet und zum Hassobjekt der AfD. Mehrfach wurde er mit Abschiebung bedroht. Heute ist er Sprecher des „Freundeskreises Flüchtlingssolidarität“. Immer noch beschäftigt ihn die Aufarbeitung des Polizeieinsatzes in Ellwangen. Am 15. Juni 2023 errang er einen wichtigen Teilerfolg, als das Bundesverwaltungsgericht (BVG) entschied, dass die Zimmer Geflüchteter in Unterkünften als Wohnung gelten und den Schutz des Grundgesetzes genießen.

Wir freuen uns auf den gemeinsamen Abend mit Alassa:

  • 18:30 Uhr Begrüßung, Kurzreferat und Vorstellungen
  • 18:45 Uhr Fragerunde und Diskussion
  • 19:45 Uhr gemeinsames Essen

Wir laden die demokratischen Stadtratsparteien, den Bürgermeister und die Vertreter der Gemeinden und Vereine ein, teilzunehmen und sich einzubringen.

Wir laden auch zur Mitarbeit ein: Wer sich an der Vorbereitung des Abends, zum Beispiel mit einem Gericht für das kalte Buffet, beteiligen möchte, kann sich gerne mit einer Email oder telefonisch über 0175 333 87 96 bei und melden. Für freuen uns über jede Beteiligung!

Diskussionsbeitrag des Frauenverbands Courage

Diskussionsbeitrag des Frauenverbands Courage

zur Veranstaltung des Runden Tisches zur 2. Pride Week Oberberg vom 17.08.2023 Ich möchte auf die traditionellen Werte der Neofaschisten bezüglich der bürgerlichen Familienordnung und damit auf die Unterdrückung der Frau eingehen. AFD-Standpunkt aus Wahlprogramm zur Bundestagswahl 2017: „Für ein klares Familienbild – Gender-Ideologie ist 

<strong>Ausschluss des Runden Tisches gegen Rechts von der Eröffnungsfeier des Bürgerzentrums für die Wupper am 25.8. sendet ein fatales Zeichen</strong>

Ausschluss des Runden Tisches gegen Rechts von der Eröffnungsfeier des Bürgerzentrums für die Wupper am 25.8. sendet ein fatales Zeichen

Offener Brief Sehr geehrter Herr Bürgermeister, sehr geehrte Frau Kötter, sehr geehrte Frau Kutsch, sehr geehrter Herr Kühn, sehr geehrte Damen und Herren, kurz vor dem Planungstreffen zur Vorbereitung der Eröffnung erhielten wir die Mitteilung, dass die Stadt dem Organisationsteam die Anweisung erteilt habe, den